Vollversammlung beschließt Gebühren-Boykott!

Heute Nachmittag (16 Uhr) fand auf dem Schlossvorplatz eine Vollversammlung der Studierendenschaft statt. Rund 500 Studierende folgten dem Aufruf und kamen zusammen, um (unter dem Eindruck der Gebührenabschaffung in Hessen) über Studiengebühren, einen weiteren Boykott, die Probleme der Lehramtsstudierenden und den Master für alle zu diskutieren. Hier nun die verabschiedeten Resolutionen:

Die verabschiedete Resolution zur Thematik Boykott im Wortlaut:

Resolution zur Durchführung eines Studiengebührenboykottes an der Universität Münster

Die Studierenden mögen beschließen:

Die Studierenden der Universität Münster lehnen jede Form von Studiengebühren ab. Deshalb fordern sie den AStA dazu auf einen Studiengebührenboykott zu organisieren, der zur Abschaffung der Studiengebühren in Münster führen soll. Die Studierenden fordern hiermit den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) auf, die finanziellen, logistischen und rechtlichen Grundlagen zur Durchführung eines Boykotts der Studiengebühren mit einem Quorum von 7500 Studierenden (knapp 25%) der im Sommersemester 08 eingeschriebenen Studierenden zum Wintersemester 2008/09 bereit zu stellen. Des Weiteren wird der AStA aufgefordert bei Erreichen des Quorums unverzüglich Verhandlungen mit dem Rektorat aufzunehmen, deren Ziel die Abschaffung der Studiengebühren an der Universität Münster ist.

Die verabschiedete Resolution zur Thematik Lehramt im Wortlaut:

Resolution für die Vollversammlung am 5. Juni 2008
Prüfungen der Lehrämter Sekundarstufe und GymGes, Primarstufe

Die Vollversammlung möge beschließen:

Die Studierendenschaft der Universität Münster hält es für unabdingbar, dass Studierende genügend Zeit bekommen, sich mit Ruhe und Gründlichkeit auf ihre Prüfungen vorbereiten zu können.

Für Lehramtsstudierende ist eigentlich eine Prüfungszeit von drei Monaten vorgesehen. In diesem Zeitraum müssen pro StudierendeR um die zehn mündliche und schriftliche Examensprüfungen abgelegt werden.

Dieser Zeitraum wurde in der nahen Vergangenheit bei der Vergabe der Prüfungstermine nicht genügend berücksichtigt. Stattdessen wurden Prüfungen einiger Lehramtsstudierender in einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen zusammengestaucht, so dass die Lehramtsstudierenden nicht ge-nügend Zeit bekamen, sich auf die Prüfungen vorzubereiten.

Die Studierendenschaft der Universität Münster fordert die Universität dazu auf, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um den Lehramtsstu-dierenden genügend Zeit – nämlich insgesamt drei Monate – einzuräu-men, um für ihre Examensprüfungen lernen zu können.
Die Universität wird deshalb dazu aufgerufen, sich umfassend mit den zuständigen Personen des Staatlichen Prüfungsamtes und den zuständigen Ministerien auseinanderzusetzen, um dafür Sorge zu tragen, dass die Prüfungen so gleichmäßig wie möglich auf diese drei Monate verteilt werden.

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