US-Leserbrief “Weg damit!”

Zum Bericht "Kommune kann wenig tun" (WN 24. August 06):

Weg damit
-Studiengebühren-

"Das Anliegen der Stadt ist es, dass kein Studierender sich in dermaßen großer Finanznot befindet, dass er sich prostituieren muss!" Diese Antwort hätte man sich auf die, das sagen wir sogar als Opposition, berechtigte Frage des AStA gewünscht.

Unseres Erachtens und den Befragungen unter Studenten zufolge wird der Anteil an Studierenden unter den Prostituierten in Münster und Umgebung anwachsen, wenn die drohenden "allgemeinen" Studiengebühren eingeführt sind.

Für solche "Arbeitsplätze" sollten wir Studis aber nun mal nicht sorgen! So mancher junge Mensch würde dann durch zu hohes Preis- und Mietniveau auf ein tatsächlich niedriges Niveau abrutschen. Die Frage selbst, mit der für diese Problematik sensibilisiert wurde, war gewiss nicht niveaulos!

Es war bei den Antworten des Oberbürgermeisters auch die Rede davon, dass der "Zustrom" ausländischer Studierender künftig nachlässt. Gibt es denn niemanden, den das aufrüttelt? Ausländische Freundinnen und Freunde, die sich das Studium dann nicht mehr leisten könnten, sind Anlass genug, eindringlich an Rektorat und Senat der Uni sowie Stadt und Land zu appellieren: weg mit den Gebühren.

Falls nicht, werden Stadtverwaltung und Polizei sehr bald die Erkenntnisse haben, die ihnen nun angeblich noch nicht vorliegen. Das beste "gezielte" Marketing für Münster als Universitäts- und Studentenstadt wären vermehrte Anstrengungen bei sozialer Hilfe (nicht nur bei der Wohnraumversorgung).

Eric Peter Pyne (US-Fraktionsvorsitzender)

Popularity: 1% [?]

Kommentar hinterlassen »»

nach oben