US kritisieren Generalverdacht gegen auslaendische Studierende!

Wir, die US, schließen uns dem Protest des Deutschen Studentenwerks (DSW) gegen die von der Bundesregierung geplanten ausländerrechtlichen Verschärfungen für ausländische Studierende an.

Norbert Ordyk, US-Spitzenkandidat, teilt die Auffassung von DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat: "Dass in Zukunft alle Bürgen ausländischer Studierender überprüft werden sollen und die Aufenthaltserlaubnis auf ein Jahr halbiert wird, ist Ausdruck eines überzogenen Sicherheitsdenkens und stellt den Rechtsstaat auf den Kopf. Man kann doch nicht a priori jeden ausländischen Studierenden als potenziellen Terroristen verdächtigen und neue bürokratische und administrative Hürden aufbauen!" Wie das Beispiel USA zeige, würden verschärfte Sicherheitsüberprüfungen auf Studierwillige aus dem Ausland abschreckend wirken.

Auch nach Ansicht der Unabhängigen Studierenden müsse Deutschland ein anderes Signal setzen. "Wir wollen und wir brauchen ausländische Studierende, das muss die Botschaft sein".

Lehnt die weitere Verschärfung der
ausländerrechtlichen Bestimmungen
entschieden ab: Norbert Ordyk, US.

Nach einer Studie des Deutschen Studentenwerks klagt über ein Viertel der derzeit 186.000 ausländischen Studierenden über sehr große Schwierigkeiten mit dem Visum und der Aufenthaltserlaubnis. "Die geplanten neuen Sicherheitsüberprüfungen würden letztlich zu noch längeren Wartezeiten und bürokratischen Hemmnissen führen. Das konterkariert die Erfolge der letzten Jahre bei der Anwerbung ausländischer Studierender und das gefährdet auch den Studienerfolg der bei uns bereits eingeschriebenen ausländischen Studierenden."

Rund die Hälfte der ausländischen Studierende stammen aus Entwicklungsländern, ungefähr ein Drittel aus Schwellenländern. "Für sie ist es schwer genug, in Deutschland zu studieren, und ihre finanzielle Lage wird sich angesichts von Studiengebühren noch verschärfen". Mit 633 Euro im Monat haben ausländische Studierende im Durchschnitt wesentlich weniger Geld zur Verfügung als ihre deutschen Kommilitoninnen und Kommilitonen, die über 767 Euro monatliche Einnahmen verfügen.

Zudem würde die geplante Gesetzesänderung nach Meinung der US das "sowieso teilweise schon ausländerfeindliche Klima hierzulande weiter verschlechtern und xenophobe, rassistische Ressentiments v. a. gegenüber moslemischen Kommilitoninnen und Kommilitonen hervorrufen." Interkultureller und interreliöser Dialog an deutschen Universitäten werde so massiv erschwert.

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