US-Kritik an AStA-Bildung!
"Besonders die Beteiligung der sog. antideutschen Linken am AStA ist unzumutbar. Diese Fehlbesetzung wird das studentische Engagement gegen Studiengebühren ganz massiv schwächen, weil der ‘Allgemeine Studierenden-Ausschuss’ nun gar nicht mehr ernst genommen wird!" kritisierten die US (Unabängigen Studierenden) die Zusammensetzung des neuen AStAs.
"Für den alten AStA gingen und auch für den neuen AStA gehen die Studierenden leider nicht vor", bemängelte Eric Peter Pyne, Sprecher der US (Unabhängigen Studis). "Die wichtigste Aufgabe des neuen AStAs müsste es eigentlich sein, den Kontakt zu den Studierenden zu intensivieren. Gerade dies aber ist den Funktionären, die jetzt auch das neue AStA-Team maßgeblich dominieren, schon in der Vergangenheit nicht gelungen." Gegen Studiengebühren seien Untätigkeit und Unfähigkeit an der Tagesordnung gewesen. "Ihr Parteibuch und persönliche Vorteile waren einigen AStA-Kadern schon immer wichtiger als die Vertretung studentischer Interessen. Den Karrieristen ging es in erster Linie darum, oppositionelle Kritiker zu schwächen und Pfründe zu sichern. Es gelang ihnen nicht, breiten, friedlichen, wirksamen Widerstand gegen Sozialabbau und Bildungsklau zu organisieren.
Um studentische Forderungen gegenüber der Hochschulleitung klar zu betonen, sollen nun angeblich "jegliche Formen des kreativen und aktiven Protestes in Anspruch genommen werden", so das AStA-Versprechen. Die US (Unabhängigen Studis) sind da skeptisch: "Unsere Erfahrung seit 1999 ist die: versprochen, gebrochen! Noch kein AStA hat wirklich eine listen- und personen-unabhängige Hochschulpolitik hinbekommen, in die alle Studentinnen und Studenten eingebunden wurden. Das aber ist unserZiel. Uns geht es nicht um eine bessere Biographie, Bonussemester und private Pluspunkte anderer Art, uns geht es in diesen Tagen und Wochen darum, ein möglichst breites Bündnis gegen die Abzocke von ohnehin sozial schwachen Studis hin zu bekommen. Zur Not kooperieren wir dazu sogar mit KommilitonInnen, die bisher nur Boykott, Blockade und Ausgrenzung von eigentlich Gleichgesinnten zu bieten hatten.", unterstreicht Eric Peter Pyne für die ‘US’. – "Bildung ist eine öffentliche Aufgabe, für welche die Gesellschaft als Ganzes eintreten muss. Sie muss jedem frei zur Verfügung stehen, um an den Prinzipien einer gerechten Bildungsgesellschaft festzuhalten. Das Ziel ist schließlich, sie auszubauen." -eben dieser Auffassung ist auch die US-Fraktion. Dazu müssten aber erst mal "Mitspracherecht auch für Oppositionslisten" gelten, um glaubwürdig mehr Teilhabe einfordern zu können. "Die schleichende Entdemokratisierung durch intransparente Beschlüsse einer bestimmten Clique muss gestoppt werden. Der mangelnde Demokratisierungprozess ist ein Verschulden der bisherigen ASten an der WWU". Man sei gespannt, was der neue AStA-Vorsitzende Tom Münster nun unter Partizipation und Integration statt Spaltung und Intoleranz verstehe. "Wir geben ihm die Chance, seinen guten Willen unter Beweis zu stellen." Es könne ja nur noch besser werden als unter seinem Vorgänger Jochen Hesping, dessen Bilanz (u. a. eine extrem schwach besuchte Protestkundgebung im Juni, zu der der alte AStA trotz immenser infrastruktureller, personeller und finanzieller Kapazitäten nur ungenügend mobilisiert hatte) katastrophal ausfiel. Es komme nun darauf an, ein ähnlich fatales Versagen durch den Uni-AStA wie durch den FH-AStA zu verhindern. "Den hochbezahlten AStA-ReferentInnen gilt es nun Beine zu machen, damit sie endlich etwas für ihr Geld tun!"
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