Studiengebühren in Österreich abgeschafft!

Der Österreichische Nationalrat hat heute (mit den Stimmen von SPÖ, Grünen und FPÖ) allgemeine Studiengebühren abgeschafft – mit Ausnahmen. Studierende müssen mit der neuen Regelung nur noch zahlen, wenn sie zwei Semester über der Regelstudienzeit sind und gleichzeitig weder einer wenigstens geringfügigen Beschäftigung nachgehen noch die Verpflichtung zur Kinderbetreuung haben. AusländerInnen werden von der neuen Regelung jedoch nicht profitieren, da für sie die Gebühren von 363,36 Euro bestehen bleibt. Die Regelung gilt für Studierende an Universitäten und PHs – Studierende an Fachhochschulen müssen weiter zahlen.

In einer ersten Reaktion zeigt sich österreichs Studierendenvertreter erfreut. Der Vorsitzende der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH), Samir Al-Mobayyed: “Seit der Einführung der Studiengebühren haben alle Fraktionen der ÖH gemeinsam dagegen angekämpft und nun endlich einen Erfolg im Interesse der Studierenden errungen! Danke an alle, die in den letzten Jahren daran gearbeitet haben!”

Jedoch kritisiert die ÖH einige Punkte. Als “unbegreiflich” bezeichnet sie es, dass offenbar “vergessen” wurde, auch Studiengebühren für Fachhochschulstudierende zu erlassen. Damit befördere man einen Etikettenschwindel, welcher zur Schaffung einer “Zwei Klassengesellschaft” unter den Studierenden führen würde.

Auch die deutsche Bundesregierung und die einzelnen Landesregierungen müssen endlich einsehen, wie wichtig es ist, die Bildungsbarriere Studiengebühren abzubauen, um so jeder und jedem ein Studium unabhängig vom Geldbeutel zu ermöglichen.

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