“Rassismus im StuPa!” der Uni Münster?
"Sicherlich kann man nicht sagen, dass es sich um verkappte ‘Rechtsradikale’ gehandelt hat. Schließlich waren die, die die Wahl eines Schwarzafrikaners in den ZWA verhinderten, keine ‘Rechten’, sondern ‘Linke’! Deren Verhalten wirft aber abermals die Frage auf, wie ernst es angeblich ‘antirassistischen’ Listen mit ihrem Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist!" konstatierten Beobachter der StuPa-Sitzung vom 14. August. Wer Wahlkampf gegen Rassismus macht, dann aber strukturellen Rassismus zementiert, indem halt auch mangels ihrer JA-Stimme ein dunkelhäutiger Vertreter ausländischer Studierender nicht im Zentralen Wahl-Ausschuss mitarbeiten darf, "hat jede Glaubwürdigkeit verspielt und die Wähler arglistig getäuscht!" Es ging gestern darum, den Ausschuss zu besetzen, der sich um die nächste StuPa-Wahl kümmert. Eigentlich eine einstimmige Sache, bei der die 7 größten Listen je 1 Mitglied stellen. Noch sind nicht alle Mitglieder gewählt, so dass man noch niemanden namentlich als Rassisten outen werde, so die US-Fraktion in einer Mitteilung. Wenn jedoch auch im nächsten Anlauf Ausgrenzung ("Apartheid!") anstatt Anti-Diskriminierung die Maxime von Teilen der linken Listen sei, müsse man halt sauber differenzieren und Name für Name kritisieren. "Denn wir können nicht jede Liste als solche anprangern, weil sich bei einigen auch sehr viele Abgeordnete enthalten haben, also immerhin nicht mit NEIN votierten." Abschließend bleibt die Frage, ob sich diejenigen, die gestern Wasser auf die Mühlen von Rechtsextremen gossen (es wird in Neonazi-Kreisen schon frohlockt, "ein paar Linke" hätten "im S.P. der Münsteraner Uni dem Neger einen reingewürgt") für Deeskalation oder Eskalation entscheiden werden. Ein Eklat genügt, ein zweiter würde eventuell Neonazis ermutigen, im November höchstselbst anzutreten und "die rassistischen Kopien durch das rassistische Original zu ersetzen. "Und dann stelle man sich mal vor, der Afrikaner hätte erneut ein Mandat im SP (nur als ZWA-Mitglied hätte er nicht wieder kandidieren dürfen), wird aber von einer gemeinsamen Front von PDS- und NPD-Ablegern geschnitten." Um das zu verhindern, sollten die Wählerinnen und Wähler, die bisher stets andere linke Listen (in der Annahme, sie seien "Antirassisten") gewählt haben, ihre Wahlentscheidung bitte noch einmal überdenken und uns diesmal die Chance zu geben, wirklich wirksam den Rassismus an der Uni zu bekämpfen! Dazu zählt dann auch die dringend notwendige Wiedereinführung eines AntiRassismus-Referats, das momentan nämlich leider vakant ist (ein weiteres Defizit des gegenwärtigen AStAs).
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