(Presse-)Stimmen zum Widerstand gegen Neonazi-Demo am 18. 2. in Münster:
"Nach 200 Metern war der Marsch zu Ende. Die Gruppe von rund 150 Neonazis wollte vier Stunden durch Münster laufen, auf Höhe des vegetarischen Café Prütt (Tagesgericht: Kartoffelweizenpüfferchen mit Gemüsetatar und buntem Salat) war Schluss. Rund 600 Gegendemonstranten versperrten ihnen den Weg. Um einen Zusammenstoß zwischen beiden Gruppen zu verhindern, stoppte die Polizei den Marsch der Rechten. Zwei Stunden des Wartens begannen. Aufforderungen der Beamten an die Nazi-Gegner, die nicht genehmigte Versammlung zu verlassen, verpufften. Die Demonstranten wegzutragen wäre angesichts ihrer großen Zahl nicht möglich gewesen, erklärte ein Sprecher der Polizei. Darum blieb den Rechtsradikalen nichts anderes übrig, als zum Hauptbahnhof zurückzukehren. Gegen 15.05 Uhr war ihr Aufmarsch damit beendet.
Begleitet war ihr Aufzug von fünf genehmigten und mehreren ungenehmigten Demonstrationen. Eine davon zog vom Hauptbahnhof in den münsterischen Rathausinnenhof. 1500 Menschen aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Schulen und Organisationen (wie z. B. www.kab-muenster.de, www.weisse-rose.info oder www.blogliste6.de) beteiligen sich. Oberbürgermeister Berthold Tillmann freut sich über ein "kraftvolles, selbstbewusstes, bürgerschaftliches Zeichen". Später wird er betonen, dass in Münster 160 Nationen friedlich miteinander lebten. Er wertet die Demonstration als Zeichen, dass Münster aus der Geschichte gelernt hat: Sie würde zeigen, dass die Münsteraner "nie wieder rassistischem, fremdenfeindlichen und politisch extremen Gedankengut" weichen wollen.
Am gewalttätigsten war eine etwa 50-köpfige Gruppe von Autonomen, die am Servatiiplatz Streit mit der Polizei suchte. Beim Versuch, in das Gebiet des geplanten Umzugs der Rechten zu gelangen, kam es zu einer Auseinandersetzung, bei der Bierflaschen, Eier und Knallkörper flogen. Die eingesetzten Beamten, über deren Zahl die Polizei keine Angaben macht, mussten sich viel gefallen lassen, bis sie eingriffen. Dass Sprecher vom "Bündnis gegen Rechts" den Demonstranten zuriefen, "Flaschenwerfen ist nicht die Lösung. Kommt bitte her und lasst uns eine friedliche Kundgebung durchführen", klang eher kläglich. Nach eigenen Angaben nahm die Polizei 21 Personen aus beiden Lagern, unter ihnen neun Jugendliche, fest, weil sie Gegenstände warfen, Gefangene zu befreien versuchten und in einem Fall den Hitlergruß gezeigt haben.
Am meisten gelitten unter der Sicherheitsvorkehrungen haben die Bahnfahrer. Die mussten in ihren Zügen bis zu 45 Minuten vor dem Bahnhof warten, weil Demonstranten versucht hatten, über die Gleise die Polizeisperren zu umgehen. Im Bahnhof drohte die Tafel mit den Zugverbindungen weiteres Ungemach an: "Unbestimmte Verspätung" hieß es zwischenzeitlich hinter jeder Verbindung."
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" Die Bahnhofstraße wie leergefegt, keine Autos, außer einer Reihe Rettungswagen und vielen Fahrzeugen der Polizei. Die kleine Gruppe Menschen am Ende der Windthorststraße fällt kaum auf.
Um Richard-Michael Halberstadt, einer der Initiatoren der Gegendemonstration gegen den Neonazi-Marsch jenseits des Bahnhofs, scharen sich nur ein paar Dutzend Aufrechte mit wenigen Fahnen und Transparenten. Es ist fast 13 Uhr und Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann ist sichtlich enttäuscht: "Es hätte das Zehnfache sein müssen", sagt er über die noch maue Resonanz. Doch eine Viertelstunde später ist er versöhnt.
Der Zug des Aktionsbündnisses von Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Studenten (u. a. die Fraktion der "Unabhängigen Studierenden"), Schulen und Organisationen ist mächtig angeschwollen, als er sich um 13.10 Uhr in Bewegung setzt. Die Münsteraner kommen spät, aber geballt, zeigt sich Halberstadt erleichtert. Dem breiten Bündnis gegen Rechts gelingt es doch: "Wir setzen ein kraftvolles, ein selbstbewusstes, ein bürgerschaftliches Zeichen", unterstreicht OB Tillmann, als die Demonstration den Rathaus-Innenhof erreicht und diesen komplett mit Menschen gefüllt hat.
Weit über 1500 Teilnehmer, so lautet die offizielle Schätzung der Polizei, haben sich dem Zug vom Hotel Conti bis zum Platz des Westfälischen Friedens angeschlossen. "Bunt statt braun", "Münster für Menschlichkeit" steht auf Transparenten der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Bunt ist der Demonstrationszug allemal: Sozialdemokraten schwingen rote Flaggen und drehen gelbe Ratschen; ganz vorne laufen neben Berthold Tillmann einige Schüler des Schillergymnasiums unter einer Stoffbahn, auf der sie den Patron ihrer "Penne" zitieren: "Alle Menschen sind Brüder." Die Kundgebung der Ewiggestrigen hat Schüler vieler Schulen zur Auseinandersetzung mit Geschichte und demokratischen Errungenschaften angeregt. "Freiheit und Demokratie hätten viele von ihnen als gottgegeben hingenommen", meint Ulrich Gottschalk. Nun "haben sie Gelegenheit, aktiv dafür einzutreten", so der Schiller-Konrektor.
Gerade junge Leute, von denen sich viele auch am Servatiiplatz treffen, prägen den Zug. An seinem Ziel ein Reigen vieler Redner. In ihrem Tenor sind sie sich alle einig: "Keine Toleranz für Intoleranz."
OB Tillmann betonte, er sei stolz, dass in Münster 160 Nationen friedlich miteinander lebten. Für seinen Einsatz an der Spitze der Demo dankte Mark Dingerkus vom Friedensforum dem OB: "Was kann einer Stadt Besseres passieren", als wenn sich der Oberbürgermeister an die Spitze stellt.
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Die richtige Rede zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Just, als die maximal 100 Rechtsradikalen ihren Aufmarsch durch das Hansaviertel beginnen wollten, legte OB Dr. Berthold Tillmann bei der Großkundgebung auf dem Platz des Westfälischen Friedens vor rund 3000 Gegendemonstranten ein starkes Bekenntnis für die menschenfreundliche, die multikulturelle Stadt-Gesellschaft ab. "Wir stehen für Vielfalt in Abgrenzung zur Einfalt", sprach er den begeistert applaudierenden Zuhörern aus dem Herzen, "stehen für Veranwortungsethik gegen dumpfbackige Parolenbrüllerei, stehen für politische Wahrhaftigkeit, stehen gegen den Versuch einer unerträglichen Geschichtsklitterung." Münster sei offen, vielfältig, international " ein Gemeinwesen, das den demokratischen Pluralismus pflege, zudem eine klare Grenze ziehe gegenüber jenen, die Spielregeln des Zusammenlebens zu zerstören versuchten. "Nie mehr und nie wieder" werde man rassistischem, fremdenfeindlichen und extremem Gedankengut die Straße überlassen.
Dass Neonazis längst Springerstiefel gegen Kaschmir-Sakkos eingetauscht hätten, unterstrich in einem ähnlich engagierten Beitrag Guntram Schneider, der neue DGB-Landeschef. Ohnehin sei Gegenwehr geboten, wenn staatliche Problemlagen untergründig genutzt würden, um national-sozialistische Ideen wieder hoffähig zu machen. So könne bewusstes, soziales Handeln helfen, den Sumpf der Ewiggestrigen auszutrocknen. Spyros Marinos, Vorsitzender des Ausländerbeirates, warnte seinerseits vor braunen Schlagwörtern " die würden zunehmend aus dem modernen Repertoire der attac-Bewegung angereichert.
Deshalb schlummerten in den Aussagen immense Gefahren. Für Marinos unabdingbar: das klare Votum zu Gunsten jener, die von Ausweisung bedroht sind. Volker Maria Hügel votierte ebenfalls für humanitäre Grundpositionen: "Wehret den Anfängen" gelte nicht nur für den Kampf gegen die Faschisten, sondern auch dann, wenn Angehörige fremder Nationen abgeschoben würden. Niemand dürfe wegen seines Anders-Seins diskriminiert werden, war er sich mit Martin Mustroph, Sprecher der evangelischen Kirche, einig. Hier deutliche Signale zu setzen, verlange Zivilcourage von jedem Einzelnen, unterstrich der Pfarrer.
Und Dorothea Große-Frintrop, Vertreterin der Katholiken, rief dazu auf, eine "neue Kultur der Wertschätzung" zu etablieren. Unabhängig von Abstammung, Herkunft, Religion, habe jeder das Recht auf Anerkennung seiner persönlichen Würde. Wenn die von außen verletzt werde, müsse die Bürgerschaft sie umso vehementer verteidigen.
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Die erste Flasche fliegt um 11.20 Uhr am Servatiiplatz. Aug" in Auge stehen sich hier an der Einmündung Friedrichstraße Demonstranten und Polizisten gegenüber.
Dann der Countdown im Chor: "Fünf, vier, drei, zwei, eins…" Startsignal für einen Durchbruchversuch. Richtung Bahnhof-Ostseite, Richtung Nazi-Aufmarsch. Minutenlanges Gerangel folgt, Bierdosen gehen auf die Ordnungshüter nieder,
Feuerwerkskörper knallen. Im Nu haben die Einsatzkräfte, zuvor mit Baretts als Kopfbedeckung ausgestattet, die Helme auf. Wer nicht auf blaue Flecke aus ist, sucht das Weite.
Die Lage ist alles andere als übersichtlich. Eine halbe Stunde zuvor ist das antifaschistische Bündnis an der Windthorststraße gestartet. In der festen Absicht, die Straße nicht den Rechtsradikalen zu überlassen. Manchem im Tross, das wird schnell klar, reicht es dabei nicht, auf der ihm zugewiesenen Seite der Bahnlinie seine Meinung zu bekunden. Die Aufnäher auf Jacken und Pullovern sprechen eine deutliche Sprache: "Terror-Gruppe" ist da zu lesen oder "Nazi-Jäger". Das Ziel ist für viele sonnenklar: Die Polizeisperren sind irgendwie zu überwinden.
Am Servatiiplatz, wo sich der durch etliche Sympathisanten verstärkte Zug der Antifaschisten mit den Zuhörern der Kundgebung mischt, scheitert der Versuch, unerlaubte Wege zu beschreiten. Die Polizei ist gut aufgestellt, die Absperrkette wankt kaum und ein kleiner mobiler Einsatztrupp greift sich Straftatverdächtige aus der Menge. "Ey, komm, Bully umkippen", sinnt einer auf Rache. Aber auch aus diesem Plan wird nichts.
Derweil sucht ein Sprecher von der Bühne in der Platzmitte aus, die Randale zu unterbinden: "Heute ist nicht die Polizei der Gegner, sondern die Faschos". Und er warnt vor der Spaltung des Protests gegen Rechts in gute und schlechte Demonstranten. Nicht jeder bleibt, um Kundgebung und Kulturprogramm zu verfolgen. Die Überwindung des Gleiskörpers irgendwo zwischen Warendorfer und Hafenstraße bleibt für viele oberstes Gebot. Alle Anläufe gehen jedoch ins Leere. Die Verbindungsstraßen sind dicht, das Bahnhofsgebäude selber auch. Rein kommt ohnehin nur, wer seine "Reiseabsicht" glaubhaft machen kann. Und auf der Ostseite führt kein Weg nach draußen. Wer sich über die Gleise pirschen möchte, wird aus dem pausenlos kreisenden
Hubschrauber gesichtet und gestellt. "Keine Chance", resigniert ein Demonstrant auf der Eisenbahnstraße. Und tritt den Rückzug an.
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Das Polizeikonzept geht auf: Die räumliche Trennung von rund 100 aufmarschierten Neonazis und 3000 Gegendemonstranten lässt fast alle Konflikte im Keim ersticken. Die Rechten kommen am Bahnhof nur schleppend voran, viel früher als erwartet ist der braune Spuk in Münster beendet.
Der Bewegungsspielraum für die Neonazis ist von Anfang an und bis zum Schluss auf ein Minimum eingeschränkt. Direkt nach ihrer Ankunft im weitgehend für den Durchgangsverkehr gesperrten Hauptbahnhof werden die meist schwarz gekleideten Rechten auf einen Sammelplatz gelotst. Umgeben von Sperrgittern und einer Polizei-Hundertschaft wird den Extremisten vorgelesen, was erlaubt und was verboten ist.
Nazi-Zeichen auf Kapuzenjacken und entsprechende Tätowierungen am Hals müssen abgeklebt werden. Demo-Anmelder Axel Reitz, ein schmächtiges Männchen mit Krawatte, Anzug und hellem Trenchcoat, lässt sich von seinen Mannen feiern. Er rennt durch die Reihen wie ein aufgescheuchtes Huhn, kann es gar nicht abwarten, dass es endlich losgeht.
Doch schon die Auftaktkundgebung der Rechten am Bremer Platz wird von einem Pfeifkonzert übertönt, Menschen setzen sich auf die Bremer Straße und blockieren von Anfang an. Keinen Meter Straße will man den braunen Truppen freiwillig schenken.
Umringt von Polizisten geht es denn auch nur schleppend vorwärts, einige Gegendemonstranten müssen mehr oder minder unsanft zurückgedrängt werden. Es bleibt meist friedlich.
In der Bremer Straße sind an vielen Fenstern die Rollläden herabgelassen, überall Schilder wie "No Nazis" und "Wehret den Anfängen". Es fliegen Eier und hagelt Beschimpfungen: "Haut ab, ihr seid hier unerwünscht!"
Plötzlich wird der Neonazi-Versammlungsleiter handgreiflich gegen einen protestierenden Passanten, eine Polizistin fällt über einen Blumenkübel und der Rädelsführer wird abgeführt.
Über eine Stunde steht der Aufzug auf einem Fleck, gerade mal 200 Meter vom Bahnhof entfernt. Viel weiter geht es auch nicht, weil am Kreuzungsbereich Hansaring 600 Gegendemonstranten die Straße blockieren und auch nach Aufforderung der Polizei dort stehen bleiben.
Die Rechten wollen plötzlich nicht mehr durch Münster ziehen, kehren nassgeregnet, entnervt, durchgefroren und ziemlich kleinlaut um zum Bahnhof.
Die Polizei bilanziert 19 Festnahmen, auch weil von Gegendemonstranten Bierflaschen geworfen wurden. Sauer ist die Bahn, weil einige Nazigegner die Sperrungen im Bahnhof umgehen und über die Gleise laufen. Eine Stunde Bahnstillstand, 99 Züge haben 1700 Minuten Verspätung.
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Jiä Sun starrt aus dem Fenster des Asia-Marktes auf die Wolbecker Straße. Angst habe sie, sagt die Chinesin, dass die vielleicht alles kaputt machen. Die Nazis sie sollen durch diese Straße ziehen, ihre Parolen rufen in einem Viertel, in dem es so viele ausländische Geschäfte gibt, klagt Dieter Schwarzhans auf der anderen Straßenseite. Sun bereitet sich in ihrem Geschäft darauf vor, die Tür zu schließen, die Lichter zu löschen vielleicht öffne ich wieder, wenn das alles vorbei ist, sagt die junge Frau und schaut weiter aus dem Fenster. Auf der Wolbecker Straße bietet sich ein anderes Bild als aufmarschierende Nazis: Menschen haben sich versammelt, wollen Farbe bekennen für ihre ausländischen Mitbürger. Trotzdem sind viele Geschäfte geschlossen wegen der Nazi-Demo, steht auf einigen kleinen Schildchen, die an Eingangstüren angebracht sind. Noch wissen die Menschen nicht, dass der Aufmarsch der Neo-Nazis bereits nach wenigen Metern auf der Bremer Straße enden wird, dass die braunen Marschierer die großen Leinen mit mahnenden Worten nicht sehen werden: Faschismus ist keine
Meinung, sondern ein Verbrechen.
Djahan Bahrainian lädt im Peperoni kostenlos zu Tee und Gemüsepfanne. Lange hat auch er darüber nachgedacht, an diesem Tag zu schließen. Einige haben vor lauter Angst geschlossen, sagt der Iraner, der froh ist, dass sich viele Deutsche gegen die Rechten engagieren. Das kleine Geschäft nahe dem Nazi-Aufmarsch am Bremer Platz füllt sich mit vielen Deutschen, Menschen
vieler Nationen. Auch Karl-Heinz Eckervogt ist dabei. Er trägt bewusst die Kippa, die jüdische Kopfbedeckung. Als Jude will er Flagge zeigen, am Straßenrand inmitten von Freunden den Aufmarsch der wenigen Rechtsradikalen sehen, die da eine ganze Stadt lahm legen, bemerkt Amir Mirpour. Der Iraner Bahrainian und sein jüdischer Freund Eckervogt sitzen bei einem Tee zusammen und sprechen über die Bilder dieses Morgens die Gegendemonstranten, die mahnenden Plakate, wie sich eine Stadt wehrt gegen die wenigen, die dem Neonazi von Köln, dem 23-jährigen Axel Reitz, nach Münster folgen. Meddah Lakhdar steht zur gleichen Zeit hinter den Auslagen in seinem Orient-Markt Sarra. Umsatz macht er keinen an diesem Morgen. Doch den Laden zu schließen, dass ist für Lakhdar keine Option: Ich habe keine Angst.
Organisatoren friedlicher Gegen-Aktionen wie Der CDU-Hansa-Vorsitzende Richard Halberstadt stehen auf dem Bürgersteig, hoffen auf einen Tag des friedlichen Protestes, ohne Gewalt, aber mit einem deutlichen Zeichen gegen Rechts, sagen sie. Ihnen gegenüber haben sich Aachener Einsatzkräfte einer Hundertschaft aufgebaut, um den Nazi-Aufmarsch zu schützen und fühlen sich selbst nicht wohl dabei, sagt ein Beamter. Dann kommt alles ganz anders, haben sich Hunderte Gegendemonstranten den Neo-Nazis bereits am Ende der Bremer Straße entgegengestellt. Hier endet der Aufmarsch. Die Polizisten rücken ab von der
Wolbecker Straße, auf der sich längst ein Tag multikultureller Begegnung entwickelt hat.
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Und hier noch ein Artikel mit dem Titel "Klare Worte auf dem Friedensplatz" und "ein Protokoll aus dem Sperrbezirk" von Dirk Anger sowie ein herausragender Kommentar ("Kein Platz für Extreme") desselben WN-Redakteurs.
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