NRW-Rekord bei Erstsemestern?
In NRW Rekord bei Erstsemestern – An den 60 Hochschulen in Nordrhein-Westfalen sind nun 475 000 Studenten eingeschrieben. Trotz Einführung von Studiengebühren melden die Hochschulen in NRW einen neuen Rekord bei den Einschreibungen. Im Wintersemester 2008 / 2009 stieg die Zahl der Erstsemester um 7,7 Prozent auf über 70 000.
Während sich Pinkwart für den Ansturm gerüstet sieht, warnte die Opposition von SPD und Grünen aber zurecht vor „Schönrechnerei“. Auch die ‘US’ (Unabhängigen Studierenden) im StuPa der Uni Münster monierten die “Schönfärberei” und “Augenwischerei”. Sozial schwache Studierende könnten sich das Studium infolge viel zu hoher Studienkredit- und -darlehens-Zinsen (und der daraus resultierenden Angst vor Überschuldung) nur mit mindestens zwei Jobs ‘nebenher’ noch leisten.
Die internationale Finanzkrise macht nämlich auch vor Studenten keinen Halt. Seit der Einführung der Studiengebühren vor zwei Jahren machten über 43.000 Studierende vom Studienkredit der in Verruf geratenen KfW-Förderbank Gebrauch. Bei den ersten Studentenkrediten der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) lag der Zinssatz noch bei studentenfreundlichen 5,2 Prozent. Der Kredit hat zwar einen Höchstzinssatz von 8,9 Prozent, jedoch bleibt dieser variabel. Aktueller Zinssatz: 7,0 Prozent.
Pinkwart verteidigte die Einführung der Studiengebühren. 29 von 33 staatlichen Hochschulen nehmen Studienbeiträge – meist 500 Euro pro Semester. Insgesamt kassieren die Hochschulen 270 Millionen Euro in 2008. Dabei investieren die Hochschulen angeblich zunehmend in bessere Lehrangebote.
Minister Pinkwart musste eingestehen und bedauerte, dass nur 69 Prozent der Studienberechtigten in NRW ein Studium aufnehmen. Diese Quote soll in den nächsten Jahren auf 75 Prozent erhöht werden. Pinkwart räumte Probleme bei der Verteilung der Studienplätze im Wintersemester ein.
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