Kandidat des Tages: Vidar Konradsen!

"Wir werden auch in Zukunft bei uns an der Uni Zeichen gegen Rassenhass setzen und die Ziele der europäischen Aktionswoche gegen Rassismus in Sport und Gesamtgesellschaft vertreten!" -so die Zusage der "US" (Unabhängige Studierende) um Eric-Peter Pyne, den 1999 (bei Gründung der UNABHÄNGIGEN) ersten schwarzafrikanischen Studierenden-Parlamentarier an der Uni Münster und nun wieder Spitzenkandidat der LISTE 6.

Hier sammeln wir Eure Ideen, was man konkret an der Hochschule gegen Rassismus und gegen das Fußfassen von Ablegern der NPD tun kann. Setzt Ihr Euch auch schon mal bewusst direkt neben einen dunkelhäutigen Kommilitonen, wenn der ganz offensichtlich von anderen Studis geschnitten wird? Um ihm zu zeigen: ich bin auf und an Deiner Seite? Sehr gut! Seid Ihr darauf bedacht, dass bspw. bei der Bildung von Referatsgruppen keinE "schwarzeR" StudierendeR ausgegrenzt wird? Danke! Achtet Ihr zudem darauf, dass beim Hochschulsport keiner wegen seiner Hautfarbe (oder Religion, Nationalität etc.) marginalisiert wird? Wunderbar! Dann seid uns willkommen und bringt Euch bei uns ein!

Und was tun wir? Unsere Liste hat z. B. die größte Anti-Rassismus-Kampagne im europäischen Sport unterstützt. Nicht nur die bei uns aktiven Sport-StudentInnen haben sich mit Mitgliedern der kontinentalen Fußballfamilie – darunter auch die UEFA – gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport ausgesprochen.

Aktionswoche
Die sechste FARE-Aktionswoche, organisiert vom Netzwerk Fußball gegen Rassismus in Europa (FARE) – Partner der UEFA bei allen Anti-Rassismus-Aktivitäten – umfasste etwa 1000 Initiativen von Aktivisten, Fans, Vereinen, Nationalverbänden, ethnischen Minderheiten und Jugendgruppen (auch die HSG "Unabhängige Studierende -das Original!") aus ganz Europa.

35 Nationen
An der Premiere in der Saison 2001/02 nahmen neun Länder teil, mittlerweile sind 35 Nationen an der Aktionswoche beteiligt. Dieses Jahr hat es weitere zusätzliche Aktivitäten gegeben, da neue Gruppen aus Ost- und Mitteleuropa, darunter die ehemalige UdSSR sowie der Balkan (Kroatien, Serbien und Montenegro, Albanien, EJR Mazedonien und Bulgarien) teilnahmen.

Fans organisierten sich
Immer mehr Fangruppen organisieren sich mittlerweile selbst, um gegen Rassismus vorzugehen. In Spanien haben erstmals Ultragruppierungen gemeinsame Aktionen geplant. In Frankreich wird die Réseau Supporter de Résistance Antiraciste zusammen mit Fangruppen aus dem ganzen Land arbeiten und deutlich erkennbare Veranstaltungen durchführen.

Verstärkter Dialog
In Deutschland wurden Gruppierungen von verschiedenen Vereinen bei den Heimspielen ihrer Teams aktiv. Teil der Aktivitäten ist ein verstärkter Dialog mit Minderheiten wie den Roma in Teilen Osteuropas.

Erfolgsstory
Einer der vielen diesjährigen Erfolgsstorys war die Partnerschaft zwischen der Menschenrechtsorganisation Mahatma Gandhi, eine nichtstaatliche ungarische Organisation von ethnischen Minderheiten in Zusammenarbeit mit Asylsuchenden und Flüchtlingen, und dem Ungarischen Fußballverband. Beide haben zusammen einige Veranstaltungen im ganzen Land koordiniert.

Die Botschaft verbreiten
Die Aktionswoche nutzte die Kraft des Fußballs, um die Millionen Fans weltweit zu erreichen. Durch Aktivitäten bei den UEFA Champions League-Spielen am 18. und 19. Oktober wurden rund 500.000 Zuschauer in 16 Stadien direkt beteiligt.

Sprungbrett
"In der Aktionswoche werden schon lange nicht mehr nur irgendwelche Anti-Rassismus-Spruchbänder hervorgeholt", sagte FARE-Sprecher Leon Mann. "Sie ist mittlerweile das Sprungbrett für Aktivisten, Fans und ethnische Minderheiten, um zusammen mit Vereinen, Ligen und Verbänden den Rassismus aus dem Fußball zu vertreiben."

Gehör verschaffen
"Anti-Rassismus-Kampagnen waren früher zumeist auf die Bereiche außerhalb des Stadions begrenzt. Wir arbeiten nun innerhalb der Arenen und verschaffen uns damit mehr Gehör", fügte Mann hinzu.

Eine detaillierte Übersicht aller Aktivitäten finden Sie unter
http://www.farenet.org/actionweek.asp

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