Herzliche Gratulation, Gero Lueg!

Zum einen wurde der Kandidat des RCDS (Gero Lueg) neuer SP-Präsident. Auch Simone Esdar und Eric Peter Pyne haben ihn gewählt. Wenn Kamila Lepkowska nicht aus Studiengründen (sie studiert neben Münster auch noch in ihrer Heimat) für einige Tage nach Polen hätte reisen müssen, hätte sicher auch die Dritte im Bunde den über Listengrenzen hinweg angesehenen Abgeordneten des Rings Christlich Demokratischer Studierender unterstützt. Aber auch so konnte er sich im 3. Wahlgang deutlich durchsetzen. Wir gratulieren ihm herzlich dazu!

Zum zweiten wurde das Semesterticket gerettet! Auch dank eines Antrags der US-Fraktion, den Eric eingebracht hat. Es wurde aber signalisiert, dass "das Ende der Fahnenstange" bzw. "eine Schmerzgrenze" nun mit der Anhebung des SeTi-Preises um 2, 05 €uros endgültig erreicht sei. Bis hierhin und nicht weiter -das war unmissverständlich. 21 Abgeordnete stimmten am gestrigen Montagabend für die Annahme des Schlichterspruchs von Wilfried Welter (Stadtwerkeaufsichtsrat), zwei stimmten mit Nein.

Weiterhin besinnliche und eben nicht allzu stressige Vorweihnachtstage wünscht Euch

Eure Fraktion "US -Unabhängige Studierende"

P. S.: Antrag der StuPa-Fraktion "US -Unabhängige Studierende" am 19. Dezember 2005:

Das 48. SP möge in konstituierender Sitzung beschließen:

Die eine einmalige Preissteigerung in Höhe von 2,05 Euro werden wir noch in Kauf nehmen. Nur, damit das Ticket nicht komplett scheitert. Nur, weil wir von vielen Studentinnen und Studenten darum gebeten wurden, das SeTi zu retten! Wir ignorieren ihre Anliegen nicht.

Mehr als das zahlen wir dann aber ab sofort endgültig nicht mehr für das Ticket! Das Ende der Fahnenstange ist erreicht. Wenn die Kosten des SeTis von 49,90 auf 51,85 Euro klettern, ist für viele sozial bedürftige Studis die Schmerzgrenze erreicht. Bis hierhin und nicht weiter -das ist ein klares Signal!

Begründung/Ergänzung:

a) "Wir appellieren an die Stadtwerke und die Deutsche Bahn regio, umgehend ihren Verzicht auf die mittelfristige Preissteigerung bis 86 Euro zu erklären! Steigen werden durch die Kürzung der Landesmittel für NRWs Studentenwerke die Mieten in Wohnheimen um mindestens 25 Prozent, die Preise für das Mensa-Essen sowie der schon jetzt mit 50 Euro zu hohe Sozialbeitrag für das Studentenwerk Münster (vgl. WN-Artikel  am 17. 12. von Martin Kalitschke) -und es werden Studiengebühren erhoben -wer soll das noch bezahlen können? Wollen neben dem Studentenwerk nun auch Stadtwerke und Deutsche Bahn auf Kosten der jungen Generation ihren Haushalt sanieren? "Das ist nicht bezahlbar", heißt es da zurecht von den meisten der Studierenden, die wir repräsentativ befragt haben und von unseren 852 Wählern.

b) Wir appellieren aber auch an den AStA. Er soll bitte endlich einmal einen Verhandlungs-Profi beauftragen, der sich nicht immer wie vor einigen Jahren schon mal über den Tisch ziehen lässt. Es darf ja wohl nicht sein, dass es so mangelhafte Koordination und Kooperation mit dem AStA der FH (Fachhochschule) zum Beispiel gibt, dass die FH-ler plötzlich zustimmen und wir Parlamentarier an der WWU dumm im Regen stehen!

Auch war die Verhandlungsführung ungeschickt. Was soll die Verächtlichmachung von vielen Langzeitstudenten als "Schein-Studierende", die angeblich nur immatrikuliert waren, um kostenlos Bus und Bahn zu fahren? Damit stimmt der AStA den Verkehrsbetrieben ja quasi im Nachhinein zu und gibt ihnen Recht, dass sie deswegen die Preise erhöhen mussten, solange die 650 Euro Langzeitstudiengebühren noch nicht fällig und die angebliche Abschreckung so gross genug war.

Wenn wir das Ticket platzen lassen, geraten bspw. auch die Stadtwerke in Schwierigkeiten und jeder Bürger der Stadt Münster muss das dann ausbaden.

Denn wie schreibt Günter Benning im WN-Kommentar am 17. 12. ganz richtig:

"Allein in Münster sind 40% der Stadtbuskunden Studenten. Wenn sie Normaltarif zahlen müssten, würde so mancher Bus wieder Leerrunden drehen."!

Wir schließen uns dem Kommilitonen Matthias-Martin Jansen an, der in einem Leserbrief schreibt: "Die Haltung des AStA ist mal wieder typisch." Jansens Meinung nach "wird all denjenigen, die auf das Ticket angewiesen sind, die Möglichkeit, kostengünstig die Uni Münster erreichen zu können, genommen."

"Und das alles nur, damit der AStA .. mal seine Macht zeigen kann". Jansens /Schrägstrich-Ergänzung "/SP" relativieren wir, weil wir auch Teil des "SP" sind und keineswegs der AStA-Meinung sind!

Jansen erklärt abschließend völlig zurecht: "Viele Studierende sind auf das Ticket angewiesen: Deshalb fordere ich den AStA und das Studierendenparlament auf, das Semesterticket beizubehalten. 2 Euro können nicht der Grund sein, dass das Ticket scheitert."

Wir schließen uns dieser Forderung an, ergänzen aber, dass wir zwar 2,05 Euro Erhöhung noch in Kauf nehmen. Mehr dann aber ENDGÜLTIG nicht mehr! Das Ende der Fahnenstange ist dann erreicht. Und WENN von 49,80 auf 51,85 Euro erhöht wird, DANN bitteschön **mit Nachtbuszuschlag inclusive**!

Wenn die Verkehrsbetriebe schon eine Frist um 6 Wochen überschreiten, dann müssen sie Entgegenkommen signalisieren. Dafür sollen wir dann nicht auch noch extra zahlen müssen!!!

Den Schlichterspruch akzeptieren wir also nur unter den genannten Umständen. Es muss eine neue Lösung geben, und zwar eine, wo Deutsche Bahn Regio und die Stadtwerke ihren Verzicht auf eine mittelfristige Erhöhung bis 86 Euro erklären. Die Anpassung an den Preis anderer Semestertickets kann keine Begründung sein"

In diesem Zusammenhang schließen wir uns außerdem dem Leserbrief von Inga Hüttemann an (WN 17. 12. 05, ‘übergangen’), v. a. folgenden Sätzen: "Was bilden sich, möchte man fragen, Jochen Hesping und seine Kollegen eigentlich ein, so eine Entscheidung zu treffen? Es scheint völlig irrelevant, welche Mehrkosten sie den meisten Studenten zumuten. Um sich zu profilieren, muss man manchmal auch tief in die Tasche greifen. Am besten in die der anderen.

Jeder Wochenendbesuch bei den Eltern wird nun zur kostspieligen Angelegenheit…. Und da soll sich noch jemand wundern, dass Studenten in der Öffentlichkeit oft nicht ernst genommen werden."

- DAMIT wir Studenten oder besser gesagt Studierendenvertreter DOCH wieder ernst genommen werden, wollen wir den von der Kommilitonin Hüttemann angesprochenen "E-Mails der einzelnen Fachschaften, die sich für den unbedingten Erhalt des Semester-Tickets aussprechen" und "kurzerhand ignoriert" wurden, Gehör verschaffen! Wir tun dies mit diesem Antrag.

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Eine Antwort to “Herzliche Gratulation, Gero Lueg!” »»

  1. Kommentar by Ansgar | 12/22/05 at 16:09

    Hey U.S.!

    Wie geht’s?
    Ich wünsche euch auch schon im Voraus Merry Christmas!

    Mein Kommentar:
    viel wichtiger als den wenn auch noch so erfreulichen Sieg von so einem JU ler finde ich die Rettung des Semester Tickets
    ich danke eurer Fraktion für den Einsatz für die Interessen der Studenten die drauf angewiesen sind.

    ohne den speziellen Fahrschein für Studenten müsste ich mein Studium abbrechen, weil es wird alles teurer, die Lebenshaltungskosten, besonders das Mensaessen und die Kita für meine kleine Tochter bestimmt auch bald
    ich sehe schwarz.

    Bleibt wachsam!

    Gruss,
    Ansgar

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