Gegen Rechts: Künstler zeigen Flagge!
Gemeinsame Zeichen setzen gegen Rechts: Seit dem in der letzten Woche anberaumten ersten Koordinierungstreffen eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses (etwa Parteien, Gewerkschaften, Friedensforum, studentische Gruppen wie die US-Fraktion oder das akademische Fußballteam "footPOLand", Vereine und Verbände) gegen den Aufmarsch neofaschistischer Gruppierungen konnte allerhand bewirkt werden. Wie gestern Abend während eines zweiten Termins bekannt wurde, ist es inzwischen amtlich, dass die Großveranstaltung " mit OB Dr. Berthold Tillmann an der Spitze " am 18. Februar, 14 Uhr, im Rathausinnenhof und am Stadthaus 1 durchgeführt wird. Wegen der zu erwartenden massiven Einschränkungen des Busverkehrs wurde seitens der Organisatoren der ursprüngliche Plan aufgegeben, sich auf dem Prinzipalmarkt zu versammeln.
Für das anschließende Kulturprogramm haben inzwischen Künstler wie Jean-Claude Séférian (Chansons), Roger Trash (Rio-Reiser-Interpretationen) sowie die Pennäler-Band Jägameister (Punkrock) fest zugesagt. Mit weiteren Musikcombos soll noch Kontakt aufgenommen werden. Zuvor, um 12 Uhr, bittet der AStA zur Kundgebung am Servatiiplatz, eine Stunde später zieht dann der Demonstrationszug der Nazi-Gegner ab Windthorststraße in Richtung City. Zur Teilnahme rufen mittlerweile viele Initiativen auf, darunter etliche aus dem kirchlichen Bereich und das Weiße Rose-Jugendbündnis, das an den historisch belasteten 18. Februar 1943 erinnert (an dem Sophie Scholl verhaftet wurde). Mit einem eigenen Flyer mobilisiert darüber hinaus die Bezirks-Schülervertretung. Einen begleitenden "stillen Beitrag" hat darüber hinaus der Ausländerbeirat angedacht. Das Gremium um den Vorsitzenden Spyros Marinos will Porträts bekannter Widerstandskämpfer drucken, um sie in Geschäften, Lokalen, Privatwohnungen aushängen zu lassen " ein weiteres Symbol des Protestes. "Wir müssen mit unseren Aktivitäten dafür sorgen, dass die Rechtsradikalen so düpiert werden, dass sie sich nie wieder her trauen", lautete der einhellige Tenor. Am Rande der Diskussion sickerte durch, dass deren Route nun nicht mehr durch das Kreuz-, sondern durch das Hansaviertel führt. (adaptierter Artikel eines Lokalmediums, das damit auch wachgerüttelt werden soll, endlich alle -eh nicht allzu zahlreichen- Inis und ihre Internetseiten zu nennen, die "Münster für Menschlichkeit" mitveranstalten. Also von uns eingebaute -im Ursprung fehlende- Gruppennamen und Links)
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