Fiasko für Fischer -Stimmen zum Infoabend “mit Aussteiger”:
…anstelle eines eigenen Berichts hier einige Stimmen von Veranstaltungs-BesucherInnen zum "Fiasko für Fischer":
"…dass es so leicht gelingen wuerde, das laecherliche joergl aus der fassung zu bringen und dem armen herrn die kappe vom gesicht zu reissen, haette ich nicht fuer moeglich gehalten. weder auf harrys, noch auf maggys, noch auf erics frage hat er eine vernuenftige, sachliche antwort zustandebekommen. wenn auch noch nobby gefragt haette, waere ’s joergl wahrscheinlich aus den latschen gekippt. ihr habt also gerade noch rechtzeitig die verbale handbremse gezogen. mein gott, musste fischer so hysterisch reagieren und gleich schreien? ja, fast kreischen? die armen jugendlichen die fuer ihn als claqueure rekrutiert wurden! meine guete, was macht er jetzt nur? es waren keine homophoben, keine nazis, keine antisemiten, sondern es waren gegen neonazis aktive menschen, die da allen mut zusammengenommen haben, um ihn zu kritisieren und zweifel an ihm zu zitieren. es ist ein gewaltiger flop fuer die asten gewesen! und ein flop fuer little joerg, der kein einziges buechlein los wurde. wo ich aber am ende sogar mitleid mit fischer hatte, war, als die kiddies vom jugendzentrum ihn nach der veranstaltung nachgeaefft und veralbert haben. das hatte selbst ’s joergl nicht verdient."
"Ein paar Leute von der ANTIFA sind echt ins Grübeln gekommen. Wenn die Infoveranstaltung von Faschisten gesprengt worden wäre, hätte Fischer als Märtyrer dagestanden. Er hätte sich suhlen und sonnen können in der Rolle als armes Opfer von Schwulenhassern, Judenhassern, Schwarzenhassern und ähnlich düstren Gestalten. Pech für ihn, wenn ausgerechnet ein(e) Transsexuelle(r) sowie Studierende jüdischen Glaubens und dunkler Hautfarbe die Einladung an Fischer scharf kritisieren und ihn an Ort und Stelle vorführen. Ein solches Drama hat er sich vermutlich in seinen schlimmsten Alpträumen nicht ausmalen können."
"Ich war entsetzt, als ich im Anschluss an die Diskussion draußen mitgekriegt habe, wie Pläne geschmiedet wurden, ‘die Aktivisten der Unabhängigen Studierenden ein für alle mal fertigzumachen’. Ungeheuerlich! Statt mit euch gemeinsam dem braunen Aufmarsch übermorgen die rote Karte zu zeigen, ziehen einige aufgehetzte Militante gegen eigentlich Gleichgesinnte zu Felde. Da stellt sich die Frage: cui bono, wem nutzt es? Antwort: den Neofaschisten! Ich rufe alle antirassistisch und humanistisch eingestellten Leute auf, sich die Hand zu reichen, fortan aber die Finger von laut taz ‘Egomanen’ wie Fischer zu lassen! Lasst euch nicht kirremachen und gebt nicht auf, aufklärerisch zu wirken! Ich, Pädagogikstudentin, habe euch zwar beim letzten Mal nicht gewählt, werde das aber bei der nächsten Wahl aus Solidarität mit zu Unrecht Bedrohten tun! Aber auch um eures antifaschistischen Wirkens willen. Ich habe mir euer Blog nach den Tumulten von gestern genaustens angeschaut, um mir ein eigenes objektives Bild von eurem Engagement machen zu können. Und ich bin begeistert von Aktivitäten wie euere ‘StudentInnen gegen Rechts‘-Gallerie und ‘Mitmach-Aktionen gegen Neonazi.Demo‘, Leserbriefe wie ‘Missachtung statt Publicity‘ und Statements wie ‘Eric Peter Pyne fordert Verbot der Neonazi-Demo am 18. Februar! ."
"So so, an seine zwei Stiefbrüder aus des Vaters 1. Ehe kann er sich nicht erinnern? Die Eltern ließen sich scheiden und der aaarme Jörg wuchs überbehütet bei Mutti auf? Mami war überfordert und bekam ihren Bub nicht in den Griff, nachdem es im zarten Alter von 4 Jährchen vom Rheinland ins ach so schreckliche Bayern ging? Mir kamen die Tränen. Also wirklich, diese Posse war Schmierentheater, unterste Schublade. Mich wundert es gar nicht, wenn diese Person niemand mehr ernst nimmt. (…) Wenn er wenigstens Licht ins Dunkel von angeblicher DIG-Mitgliedschaft (Lahnstein: Fischer ist nicht mehr Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft) gebracht hätte! Wenn er zumindest auf Distanz zur trotzkistischen Polit-Sekte SAV gegangen wäre! Dann nähme man ihm seinen Einsatz gegen Antisemitismus und für die Demokratie ja noch ab. Solange er aber im radikal linken Spektrum verortet ist, steht es ihm nicht zu, andere darüber zu belehren, was demokratisches Handeln ist."
"Angewidert hat mich insbesondere die kaum kaschierte Sympathie für Gewaltanwendung. Fischer hat sich nicht zur Gewaltlosigkeit bekannt, das war entlarvend. Auch die aggressive Sprache fand ich abstoßend. Der Duktus war alles andere als sympathisch, seine Diffamierung des Herrn Möllemann einfach nur dummdreiste Leichenfledderei, das Herumttrampeln auf einem Toten. Auf einem, der, anders als Fischer es unterstellte, kein ‘rabiater Antisemit‘ war."
"(…) Beim besten Willen, hat der Mann den Schuss nicht gehört? Statt sich selbstkritisch eigene Fehler einzugestehen und sich öffentlich bei Menschen, die unter ihm zu leiden hatten (und sei es nur psychisch), Abbitte zu leisten, kommt was? Einschüchterungsversuche gegen eure drei Freunde, die zunächst einfach nur in freundlichem Ton Fischers Äußerung, daß er das Wort ‘Aussteiger’ eigentlich gar nicht mag, hinterfragten. Verunglimpfung eurer Gruppe, Verächtlichmachen eurer Weblogseite. Mir schwant, daß er sich in dieser Beziehung nicht geändert hat und die gleiche Masche wie zu NPD-, DVU- und Deutsche Liga für Volk und Heimat -Zeiten abzieht. Mitleid erregend, wie er endgültig ausrastete, als Ihr ihn mit der Kritik Tanja Krienens an ihm konfrontiert habt. Dass in dem taz-Artikel Beuckers Kritik an Fischer nicht mit ‘der ist doch Antisemit’ abgebügelt werden kann, macht die Lage für Fischer geradezu ausweglos. Gute Idee, auf den Flyern nur die Titulierung "Egomane" für Fischer zu verwenden. Da ging die Drohung des Wichtigtuers mit rechtlichen Schritten doch glatt ins Leere. (…)"
"Eure Querelen und persönlichen Auseinandersetzungen interessieren mich nicht. Dazu also kein Kommentar. Ich seh’s vom Fachlichen her. Da hatte Herr Fischer ja so gut wie gar nichts zu bieten. Das war die eigentliche Enttäuschung für mich. Nachher auch nicht schlauer als vorher gewesen zu sein. "Butter bei die Fische" von Fischer? Fehlanzeige! Nur nebulöse Andeutungen wie die, dass auch im NPD-Vorstand Schwule sitzen. Aber keine Namen. Da kann ja jeder kommen. Inhaltlich nix Neues vom angeblichen Experten in Sachen Rechtsextremismus, nix Substanzielles. Ein weiteres Mal werde ich keinen Vortrag des Jörg F. besuchen. Weiß ich von vornherein doch schon, dass nur Plattitüden, Parolen, Floskeln und Oberflächlichkeiten kommen. Ein guter Redner ist er auch nicht wirklich, damit war der Abend im Endeffekt verloren. Sinnvoller hätte man ihn damit verbringen können, die Jugendlichen wirklich über die Gefahr von Rechts in Münster zu informieren. Dazu konnte der nur über Nürnberger, Kölner und allenfalls Berliner Verhältnisse informierte Fischer rein gar nichts beisteuern. Was auch an der hochnotpeinlichen Reaktion auf eine Zuschauerfrage zu sehen war, was dieser denn tun könne, wo doch die Neonazis an seinem Haus vorbeimarschieren würden. Kübel von Gülle auf die Straße unten zu kippen, au ja. Toll. Ganz großes Tennis. Und den Dreck dann später selber wegmachen oder für die Säuberung zahlen müssen? Womöglich noch Freunde und Helfer in grün zu treffen? So leid es mir tut, aber das war Kindergartenniveau."
Popularity: 11% [?]