Eric Peter Pyne: “Missachtung statt Publicity” am 18. Februar!

Missachtung statt Publicity
-Rechtsextremismus-

Zum Leserbrief "Verachtung ausdrücken" vom 7. Februar:

Ich sehe mich als ausländischer Bürger der Stadt Münster über Aktionen gegen Ausländerfeindlichkeit gut informiert. Es könnte aber noch ein bisschen mehr sein:

Wenn gewaltfrei gegen Rechtsextremismus aktive Bürger Beachtung bekommen und infolge der Wertschätzung durch die lokalen Medien Präsenz zeigen, Neonazis aber nicht namentlich genannt und auch ihre rechtsradikalen Gruppen mit keinem Buchstaben erwähnt werden -dann bringt das nicht "größte Aufmerksamkeit" für die ewig Gestrigen mit sich. Das wäre die Missachtung, die Rassisten am meisten schmerzt. Sie kommen so schnell sicher nicht wieder, wenn ihr Marsch am 18. Februar nicht zu Publicity für sie, sondern zu Lob und Anerkennung für deren friedvolle Gegnerschaft (z. B. www.blogliste6.de) führt.

Käme es hingegen zu "völliger Nichtbeachtung", schließt sich so mancher junge Mensch eines Tages rot lackierten oder braunen Faschisten an. Die Kundgebung im Rathausinnenhof ab 14 Uhr ist nicht linksextrem. Also sind "auf Konfrontation bedachte" Chaoten nicht zu befürchten. Ich spreche guten Gewissens eine Einladung an alle Bürger aus, Farbe zu bekennen und sich nicht durch Schweigen und Wegschauen mitschuldig zu machen.

Eric Peter Pyne
Abgeordneter im WWU-Studierenden-Parlament
Mitveranstalter "Münster für Menschlichkeit"

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2 Antworten to “Eric Peter Pyne: “Missachtung statt Publicity” am 18. Februar!” »»

  1. Kommentar by Jakob Blomberg | 02/15/06 at 11:40

    Shalom!
    Lieber Herr Pyne,

    Sie sprechen mir aus dem Herzen! Mit dem Wort “Demonstration” wird oft zu Unrecht rechter und linker Krawall in Verbindung gebracht. Viele Glaubensbrüder und -schwestern haben sich heute nach Veröffentlichung Ihres Leserbriefes bei mir gemeldet und sich interessiert gezeigt, der Kundgebung im Rathausinnenhof beizuwohnen. “Du hast uns immer versichert, lieber Jakob, daß Münster für Menschlichkeit nichts mit der linksautonomen militanten spinnerten Antifa zu tun hat. Nun, da auch der schwarzafrikanische StuPa-Abgeordnete Pyne das unterstreicht, möchten wir Dir mitteilen, daß wir um 14 Uhr am Samstag teilnehmen werden. Du hattest Recht!” und ähnliche Reaktionen sind deutlicher als erhofft. Mit Ihrem Brief und Ihrer Internetseite, auf der Sie sich auch von Linksextremisten distanzieren, haben Sie sicherlich zu einer wesentlich höheren Zahl an Demonstranten beigetragen. Ich danke Ihnen im Namen alle jener jüdischen Mitbürger, deren Vorfahren unter den Nazis zu leiden hatten. Wenn am 18. Februar der Nazi-Nachwuchs aufmarschiert, muss die Bürgerschaft geschlossen N-E-I-N zu jedem Neonazi sagen. Wehren wir den Anfängen, damit es nie wieder so weit kommt wie 1933 bis 1945! Es wünscht Ihnen und Ihrer Fraktion alles erdenklich Gute für Ihr friedfertiges Engagement gegen politischen Radikalismus,

    Hochachtungsvoll

    Ihr
    J. Blomberg

  2. Kommentar by Miri | 02/15/06 at 14:50

    ein schöner Leserbrief ist das
    ich freue mich, am Samstag dabeisein zu können, phett! :)

    könnt ihr mir noch andere gute Internetseiten gegen die Nazidemo nennen? die einzige aktuelle scheint mir blogliste6.de zu sein, schade.

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