5. Juni: Vollversammlung und Demo gegen Studiengebühren!

Donnerstag, den 5. Juni 2008 findet eine Demonstration gegen Studiengebühren und für studierbare Studiengänge statt. Start ist gegenüber vom Hauptbahnhof in der Windhorststraße. Anschließend wird für 16 Uhr auf dem Schlossplatz eine Vollversammlung anberaumt. Themen sind Studiengebühren, Studiengebührenboykott, Probleme bei den Prüfungen von Lehramtsstudierenden und der Übergang vom Bachelor zum Master. Auch wir, die US (Unabhängige Studierende), rufen alle Studis zur Teilnahme an Demo und Vollversammlung (VV) auf. Für die Dauer der VV seid Ihr von ihren Veranstaltungen befreit.

Die Argumente gegen Gebühren bleiben die Gleichen: Studiengebühren sind sozial selektiv und wirken auf viele abschreckend, die Studierendenzahlen sinken, durch zusätzliche Arbeit steigt der Stress der Studierenden. Neu hinzu kommt die Erkenntnis, dass die Gebühren überwiegend genutzt werden um Haushaltslöcher zu stopfen und keine deutliche Verbesserung der Lehre bringen. Bildung muss als Menschenrecht allen unentgeltlich zur Verfügung stehen. Trotzdem gibt es weiterhin Kindergarten- und Studiengebühren. An der Uni Münster wird der Senat im Wintersemester 08/09 erneut über Studiengebühren entscheiden – auch über deren Höhe. Die bisherige Satzung wurde auf zwei Jahre befristet. Die Mehrheit der Studierenden wollte in einer Urabstimmung einen erneuten Studiengebührenboykott, jetzt habt ihr die Möglichkeit, auf der Vollversammlung zu entscheiden, ob er durchgeführt werden soll. Wir sollten selber versuchen, die Gebühren wieder abzuschaffen und nicht auf andere warten.

Gerade in den Lehramtsstudiengängen geht es im Moment drunter und drüber. Statt wie bisher drei Monate für 10 Prüfungen zu haben, müssen viele Studierende sie jetzt in zwei Wochen leisten. Die Verantwortlichen sind mit der Umstellung auf ein auch im August beginnendes Referendariat überfordert und kümmern sich nicht um die Zeit, die Studierende zum Lernen haben. Wir fordern genug Zeit für Prüfungsvorbereitungen.

In den neuen Bachelor-Studiengängen weigern sich einige Dozenten, die Noten in das Online-System QUISPOS einzutragen, was zu einer Verlängerung der Studiendauer führen kann. Wir fordern die Dozenten auf, umgehend alle Noten einzutragen.

In vielen Studiengängen ist es immer noch nicht geklärt, wer nach dem Bachelor einen Master machen darf. Diese Zustände sind unhaltbar. Weil Bildung ein Menschenrecht ist und jede und jeder selbst über seine Zukunft entscheiden sollte, fordern wir einen Zugang zum Master für alle. Gerade für die jetzt fertig werdenden 2Fach-Bachelor muss ein reibungsloser Übergang zum „Master of Education“ gewährleistet werden. Dazu müssen die Kapazitäten am Institut für Erziehungswissenschaften ausgebaut werden.

Popularity: 1% [?]

Kommentare sind deaktiviert

nach oben