18. Februar 2006: “Friedlich bleiben! Auch gegen Neonazis keine Gewalt!”
„Unabhängige Studierende gegen Neonazi-Aufmarsch am 18. Februar“
Morgen, ausgerechnet an einem 18. 2. (am 18. Februar 1943 wurden die Studierenden Hans und Sophie Scholl verhaftet und 4 Tage später von den Nazis hingerichtet), wollen Neonazis des "Aktionsbündnis Westdeutschland" durch Münster marschieren. Dagegen hat sich friedlicher Widerstand formiert, auch von den "Unabhängigen Studierenden" organisiert. Fraktionsvorsitzender Eric Peter Pyne: "Wir raten von der direkten Konfrontation mit den Neofaschisten ab. Das führt nur zur Eskalation. Zu Aggression, welche die Braunen doch provozieren wollen. Lasst uns alle miteinander um 14 Uhr auf dem Platz des Westfälischen Friedens friedvoll Farbe bekennen!"
Der schwarzafrikanische Studierenden-Parlamentarier zeigte Verständnis für die Verfügung der Polizei vom Donnerstag, wonach sämtliche Gegendemonstrationen zum Nazi-Aufmarsch am 18.2. im Hansaviertel untersagt sind. Dass diese, wie ein Häuflein militanter "Antifaschisten" unterstellt, aus rechtstaatlichen Gesichtspunkten nicht haltbar seien und demokratische Freiheitsrechte untergraben -dieser Ansicht sei er nicht, betonte Pyne. Scharfe Kritik übte er am amateurhaften Vorgehen der "Antifa" und ihres Anwalts, die mit ihrem politischen und juristischen Scheitern den Neonazis "in die Hände gespielt" hätten und diese nun "feixen und frohlocken" ließen. "Es ist unterträglich, sich so schlecht vorbereitet gegen die Braunen und die ‘Grünen’ zu positionieren. Es schadet denen, die wirklich was gegen ein Erstarken der Szene am rechten Rand in Münster tun und nicht bloß auf Krawall aus sind!" Die Maßnahme der Polizei, unter der Rufnummer 275-1717 ein Bürgertelefon einzurichten, wird von den "US" ausdrücklich begrüßt.
Popularity: 12% [?]