12:11! Senat (noch) gegen Studiengebühren!
Nach dem Scheitern des Antrags aus der Professorenschaft auf probeweise Erhebung von Studiengebühren auch an unserer Uni (mit 11:12 Stimmen), wurde der Antrag der wissenschaftlichen Mitarbeiter zur Bildung einer neuen Kommission bestehend aus 12 Personen zwecks Datenerhebung leider angenommen. An diesen Daten orientiert soll die vermeintliche Notwendigkeit von Studiengebühren ermittelt werden.
Wir waren stets gegen einen solchen wenn-man-nicht-mehr-weiter-weiss-Arbeitskreis, weil dieser der Anfang vom Ende der Gebührenfreiheit ist! Über die Ergebnisse jener Kommision soll im März in einer weiteren Senatssitzung abgestimmt werden. Dann droht endgültig die Einführung von 300,- Campusmaut zum Wintersemester 07/08! Vorerst werden zwar keine Gebühren erhoben und das Eckpunkte Papier der Universität wurde während der Sitzung mehrfach wegen mangelden Tiefgangs kritisiert, gleichwohl wäre die Festschreibung eines Studiengebührenverbots besser gewesen. Es ist weiter dringend erforderlich, den Protest gegen Sozialabbau und Bildungsklau zu forcieren -bleiben wir also am Ball! Schließlich gibt es erste Erfolge zu verzeichnen (auch durch unseren Appell auf diesem Blog):
Vor dem Sitzungsgebäude auf einem THW-Übungsgelände in Handorf demonstrierten wir heute mit rund 600 Kommilitoninnen und Kommilitonen. Nach Tumulten bei der Sitzung am Mittwoch war die Zusammenkunft des Gremiums an den Stadtrand von Münster verlegt worden. Dennoch: auch heute ging es "zur Sache" bzw. die Polizei hat überreagiert, gegen einige demonstrierende Studierende (v. a. aus Paderborn stammend) Pfefferspray eingesetzt und so nicht gerade zu einer Deeskalation der Lage beigetragen (später mehr).
Das Rektorat der Uni Münster hatte den für den gestrigen Freitag abend geplanten Neujahrsempfang kurzfristig abgesagt. Als Grund für diese Entscheidung gab ein Sprecher der Uni Sicherheitsbedenken an. Das Rektorat habe befürchtet, dass Studenten auch den Anlass des Empfangs zu Protesten gegen Studiengebühren genutzt hätten. Na, wundert die das? Die vorgesehenen Auszeichnungen für besondere Leistungen in Forschung, Lehre und Gleichstellung werden verschoben.
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